Interview von Peter Gattaut Münchener Freiheit

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Interview von Peter Gattaut

Münchener Freiheit

Die Band wurde vor über 30 Jahren gegründet und nach einem Platz in Schwabing benannt. Gitarrist und Gründungsmitglied Aron Strobel, Schlagzeuger Renhard Hatzke , sowie Bassist Michael Kunzi und Keyboarder Alexander Grünwald spielen seit Jahrzehnten in gleicher Besetzung zusammen Seit 2012 ist Leadsänger Tim Wilhelm mit an Bord. Man kannte Tim jedoch schon von anderen gemeinsamen CD- und Studio-Produktionen, ehe er offiziell Teil der „Münchener Freiheit“ wurde und die 5-er-Gruppe wieder komplettierte, Stefan Zauner war im Jahre 2011 auf eigenen Wunsch ausgestiegen.

Die „neue“ „Münchener Freiheit“ harmoniert hervorragend und begeistert ihr Publikum von nahezu drei Generationen. Erste Achtungserfolge erzielte man mit den noch stark von der „Neuen Deutschen Welle“ beeinflussten Alben „Umsteiger“ und „Licht“. 1984 schaffte es die Band mit dem Lied „Oh Baby“ in die Charts, doch der ganz große Durchbruch kam im Jahre 1986. Die Single „Ohne dich (schlaf’ ich heut’ Nacht nicht ein)“ stand wochenlang in den deutschen Top 10 und kletterte in der Schweiz und Österreich sogar an die Spitze der Charts. Es folgten weitere Hits wie „Tausendmal du“ und „So lang’ man Träume noch leben kann“ sowie mehrere vergoldete Alben.

Nachdem die Gruppe dann Ende der 1980er-Jahre mit englischen Texten auch international erfolgreich war (Bandname: Freiheit, Charterfolg: u.a. „Keeping the Dream Alive“, Platz 14, Anfang 1989), wurde es in den 1990er Jahren ruhiger um die Band. Der letzte große Hit war 1992 die Hubert-Kah-Komposition „Liebe auf den ersten Blick“. Groß angelegte Werbekampagnen sorgten 2009 für ein Comeback: Erstmals nach 18 Jahren schaffte eine Single der Münchener Freiheit wieder den Einstieg in die Top 50 der deutschen Charts, und das Album „Eigene Wege“ erreichte sogar die Top 10. Im Oktober 2010 feierte die Münchener Freiheit ihr 30-jähriges Bandjubiläum. Dazu erschienen ein neues Studioalbum mit dem Titel „Ohne Limit“ sowie die Single daraus – „Seit der Nacht“, ferner eine erweiterte Neuauflage des Best-Of -Longplayers „Alle Jahre – alle Hits“. 2011 hatte die Band dann mit dem Ausstieg von Stefan Zauner, der sich nur noch eigenen Projekten widmen wollte, eine Bewährungsprobe zu bestehen:

Doch anstatt aufzugeben, zog sich die Band wochenlang im Proberaum zurück, um ihren Weg mutig und konsequent fortzusetzen, folglich das –wie Gitarrist Aron Strobel erzählte, Baby „ Münchener Freiheit“ sogar ein Stück weit weiterzuentwickeln, sich auf die eigenen Stärken zu besinnen und mit mehreren etablierten Sängern zu probieren, um den geeigneten frischen Frontmann zu finden, das letztendlich 2012 mit Jörg Tim Wilhelm wunderbar geklappt hat. Keyboarder Alex Grünwald: „Tim ist für uns wirklich ein Hauptgewinn, was nicht nur die Studioarbeit, sondern vor allem auch die Erfahrungen unserer Konzerte und die Resonanz zeigen!“, und Rennie ergänzt: „Ja, außerdem ist er auch mutig, denn erst galt es, dem Gegenwind zu trotzen, gerade in Internet-Zeiten.“ Jörg-Tim Wilhelm genoss eine klassische Gesangsausbildung und brachte viel Bühnen- und Fernseh-Erfahrung mit. Ihre Musik zeigt sich stark genug, um auch die Herzen der jungen Generation zu erobern. Ein Grund für diese Magie ist sicher der einzigartige „Münchener Freiheit-Sound”, der sich durch unverwechselbaren Choreinsätzen, eingängige Melodien und mitreißenden Rock-Rhythmen auszeichnet. Nach dem vor jedem Auftritt obligatorischen Soundcheck nahmen sich die 5 sympathischen Musiker Zeit für ein Interview mit Peter Gattaut.

Gattaut: Ihr seid mit Ausnahme von Tim schon über 30 Jahre auf den großen Bühnen dieser Welt unterwegs und habt bereits viele Höhen und Tiefen durchlebt. Wie wird der musikalische Weg der „Münchener Freiheit“ in Zukunft aussehen?

Micha Kunzi: „Gerade die jüngere Vergangenheit zeigt, dass wir an einer konsequenten Weiterentwicklung arbeiten und uns nicht auf der Vergangenheit ausruhen. Trotzdem dürfen die ganz großen Hits natürlich in unseren Konzerten nicht fehlen, das schulden wir unserem Publikum. Doch wir würzen sie immer mit neuem Material. Wir sind, mit und auch dank Tim, die „Münchener Freiheit“ der Gegenwart und Zukunft, und am 14. Oktober erscheint unser neues Album unter dem vielsagenden Titel SCHWERELOS!“

Alex Grünwald: „Die gleichnamige Single haben wir ja schon Ende Juli veröffentlicht – und uns sehr über deren Erfolg gefreut, mit dem wir in dieser Form, um ehrlich zu sein, selber nicht unbedingt gerechnet hatten. Ein derartiges Airplay hatten wir nahezu seit 20 Jahren nicht. SCHWERELOS stieg auch in etliche Hörercharts ein, teils sogar auf 1, das ist natürlich toll!“

Tim Wilhelm: „…und nur dank der tollen Unterstützung unserer vielen Fans und Freunde möglich, das sei auch ausdrücklich erwähnt! Nur gemeinsam geht’s.“

Gattaut: Eure Musik kann man durchaus als „generationenübergreifend“ bezeichnen. Wie stolz macht es Euch wenn bei den Konzerten sowohl die Jugend als auch die älteren Fans textsicher eure Lieder mitsingen? 

Rennie Hatzke: „Naja, es ist natürlich schon super, wenn man merkt, dass die Leute uns und unsere Musik noch hören wollen – sogar sehr gerne!“

Aron Strobel: „Und es spricht ganz eindeutig für die Lieder und auch für das Phänomen „Liveband“, das heißt , dass es offenbar generationenübergreifend positiv ankommt, dass 5 Leute live Musik machen, was heutzutage ja nicht mehr unbedingt normal ist. Und mit Tim haben wir zudem eine echte Rampensau im Team, was genau richtig ist, denn er reißt jedes Publikum mit – ob beim Rockfestival in Dänemark oder eher „schlagerlastigen“ Sendungen im Fernsehen.“

Gattaut: Das aktuelle Album „Mehr“ erschien 2013. Seit einiger Zeit arbeitet Ihr an neuem Material – richtig?

Alex Grünwald: „Genau! Wie Micha ja schon gesagt hat, steht unser kommendes Album in den Startlöchern!“

Aron Strobel: „Und wir feilen lieber ein wenig länger, statt immer alles, was wir so schreiben, zu veröffentlichen.“

Rennie Hatzke: „In der Ruhe liegt bekanntlich die Kraft!“

Gattaut: Ihr habt in eurer langen Karriere einiges erlebt. Gibt es eine besondere Geschichte die sich fest in euren Köpfen eingeprägt hat?

Aron Strobel: „Wer sich erinnert, war nicht dabei… Haha!“

Micha Kunzi: „Das darf man jetzt deuten, wie man mag, wir sind eben auch eine humorige Truppe und nach wie vor oft in einem Van unterwegs, ein bisschen wie das fliegende Klassenzimmer!“

Gattaut: Über was könnt ihr euch so richtig ärgern. Was bringt Euch auf die Palme?

Alex Grünwald: „Vorurteile und unbegründetes, dummes Geschwätz von Leuten, die sich selber zu wichtig nehmen!“

Tim Wilhelm: „…oder kurzum: Ungerechtigkeit – keineswegs nur dann, wenn wir selber unmittelbar betroffen oder Zielscheibe sind.“

Gattaut: Welche Botschaft oder Lebensmotto möchtet Ihr unseren Lesern mit auf den Weg geben?  

Tim Wilhelm: „Auf SCHWERELOS wird man z.B. die bezeichnende Textzeile hören – gib’ Deine Freiheit nicht her… Und auch auf MEHR hab’ ich schon gesungen und folglich bekannt, was ich für das höchste Gut halte, nämlich frei zu sein – von jedem Zwang…“

Alex Grünwald: „Ganz genau! Genießt Eure Freiheit!“

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Broager Hallen 7. September 2018

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